
Gott des Friedens,
mit Sorge schauen wir nach Osteuropa, besonders in die Ukraine und nach Russland.
Wandle die Feindschaft zwischen den Völkern und in den Herzen und richte die Füße aller Beteiligten auf den Weg des Friedens.
Wir bitten dich für die Menschen in der Ukraine, die in Angst vor noch mehr Krieg und Gewalt in ihrem Land leben: Schenke ihnen Kraft und Hoffnung.
Wir bitten dich für alle, die politischen Einfluss haben: Lass sie Wege aus der Eskalation suchen und der Kraft des Friedens, der Verständigung und der Versöhnung trauen. Gib ihnen Weisheit, Geduld und den unbeirrbaren Willen zum Frieden.
Wir bitten dich für die christlichen Kirchen in der Region um den Geist des Friedens. Dass sie den Menschen aus der Kraft des Evangeliums beistehen und zur Versöhnung beitragen.
Wir bitten dich für die Kirchen in Europa: Stärke ihre Gemeinschaft in deinem Geist des Friedens. Lass sie miteinander Kontakt halten, füreinander beten und einander als Geschwister begegnen. Mach unsere europäischen Kirchen zu Friedenstiftern!
Wir bitten dich für uns alle: Verleih uns Frieden gnädiglich!
Landeskirche hilft Geflüchteten aus der Ukraine
Die Ereignisse des Krieges in der Ukraine machen uns fassungslos. Das Leid der Menschen dort hat uns die Situation der Schwestern und Brüder in den Kirchen des Ostens ganz neu vor Augen geführt. Ausdrücklich danken wir für alle Fürbitten und Friedensgebete und für die vielfältigen Initiativen zum Frieden vor Ort.
Unsere Landeskirche hat vielfältige Beziehungen zu den Kirchen in den ans Kriegsgebiet angrenzenden Staaten wie etwa Polen, Ungarn, Rumänien, Slowakei oder Moldawien. Viele Menschen in diesen Kirchen sind uns persönlich bekannt und das Leid in der Ukraine bekommt so Namen und Gesichter für uns.
Die Württembergische Evangelische Landeskirche hilft den aus der Ukraine Geflüchteten auf vielfache Weise. So werden täglich mehr Gebäude zur Verfügung gestellt wie etwa in Bad Boll, in den Evangelischen Tagungsstätten Bernhäuser Forst, in Stuttgart-Birkach und anderen Städten. Dazu kommen Wohnungsangebote in fast allen der rund 1400 Kirchengemeinden. Der Wille zu helfen ist enorm und weiterhin ungebrochen.
Den kommunalen Verteilungsstellen werden auch immer mehr Wohnungen in Pfarrhäusern angeboten, die kurzfristig zur Verfügung gestellt werden können.
Zudem formieren sich in fast allen Kirchengemeinden Unterstützungsteams, die sich um die Geflüchteten kümmern, bei der Wohnungssuche behilflich sind, Übersetzungsdienste organisieren und Sprachkurse anbieten.
Im Bernhäuser Forst ist am Wochenende ein erstes Treffen zwischen Gastgebern und den Gästen, also den ukrainischen Geflüchteten, geplant.
Bei den Notfallseelsorgern herrscht ebenfalls Hochbetrieb. Sie werden angefragt, wenn es um Erstkontakte geht, wenn Nothilfe geleistet werden muss. Dazu wurden eigens ukrainischsprachige Faltblätter erstellt, deren Druck etwa in Ulm von lokalen Industriebetrieben gesponsert wurde.
Vorbereitet ist ebenfalls die Telefonseelsorge, die bereits von zahlreichen Ratsuchenden in Anspruch genommen wird.
Für Gottesdienstbesucher wird Material auf ukrainisch bereitgestellt, sodass die Liturgie in der eigenen Sprache mitgebetet werden kann. Und wer Interesse hat, erhält eine Bibel in ukrainischer Sprache geschenkt.
Zusätzlich wird die Landeskirche sofort 600.000 Euro zur Verfügung stellen, um traumatisierten Geflüchteten zu helfen, um in Schulen den Kindern einen Schullandaufenthalt zu ermöglichen oder um einzelnen Kirchengemeinden bei ihrer Flüchtlingsarbeit unter die Arme zu greifen.
Die Türen nach Europa sind für die Geflüchtete aus der Ukraine offen. Jetzt kommt es auf uns an, Hilfen für sie vorzubereiten. Ich möchte allen denen danken, die schnell reagiert und mit Geld, Sachspenden oder mit Wohnraum spontan geholfen haben. Diese Hilfsbereitschaft ist überwältigend! Folgenden Text aus der Lutherischen Kirche Augsburger Bekenntnisses in Polen möchten wir gerne weitergeben:
„Unsere Trauer, Mitgefühl und ganze Aufmerksamkeit richtet sich jetzt an die Ukraine. … Danke für Eure Sorge, Verbundenheit und Gebete und die Solidarität mit der Ukraine. Unsere Hoffnung liegt bei Gott.“
Unsere Landeskirche unterstützt über das Diakonische Werk Württemberg DWW die Geflüchteten, die zu uns gekommen sind und noch kommen. Für die Hilfe in den benachbarten Ländern stehen die Aktion Hoffnung für Osteuropa und das Gustav Adolf Werk bereit. Alle drei Organisationen sind dankbar für Spenden, die dringend benötigt werden.
Klaus Rieth,
Leiter der Ukraine-Krisenkoordinationsgruppe von Landeskirche und Diakonischem Werk
IBAN: DE92 5206 0410 0003 6944 37
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG
Verwendungszweck: 0-581-21849 Ukraine-Nothilfe
Oder gleich hier online spenden
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG
Verwendungszweck: Ukraine Krise
Oder gleich hier onlinespenden (wählen Sie unter Projekt „Ukraine Krise“)
IBAN: DE46 5206 0410 0000 2233 44
BIC: GENODEF1EK1
Evangelische Bank eG
Verwendungszweck: Ankommen
Mehr Infos und Online-Spende